Zeit für die Sorgen und Nöte der Menschen

|   Werne

Neben den Sorgen und Nöten der Menschen in Werne nehmen die vier Kapuziner im September auch die Fürbitten der Nutzer der Internetplattform „Haus der Seelsorge“ des Bistums Münster in ihre Gebete auf.

„Wir werden für sie entweder in unserem täglichen Gottesdienst am Morgen oder in der abendlichen Vesper beten“, berichtet Guardian Pater Romuald Hülsken, der gemeinsam mit mit Pater Tobias Link, Pater Gisbert Schütte und Pater Wolfgang Drews im Werner Konvent lebt. Sie teilen sich die im Kloster anfallenden Aufgaben - dazu gehören die täglichen liturgischen Dienste ebenso wie Gesprächsangebote und der Beichtdienst. „Es ist immer jemand von uns da, wenn Menschen mit uns reden oder beichten möchten“, informiert Pater Tobias. Ein Angebot, das es nicht mehr so häufig gebe und von den Menschen gern angenommen werde. Die Beichte habe sich aus den Gemeinden heraus zu den Ordensgemeinschaften verlagert.
„Zudem besuchen uns rund 100 Pilger jedes Jahr, die auf dem Jakobsweg unterwegs sind. Im Pesthaus stehen fünf Gästebetten zur Verfügung“, berichtet Pater Romuald. Die Kapuziner bieten ihnen an, am Morgen gemeinsam die Eucharistie zu feiern und anschließend zu frühstücken. „Das ist für beide Seiten immer sehr bereichernd“, freut sich Pater Tobias über die Gäste, denen seit zwölf Jahren die Unterkunft am Kloster zur Verfügung steht.
„Bis heute reagieren die Orden auf die Nöte der Menschen in ihrer Zeit. Das erfordert Sensibilität“, sagt Pater Romuald. Die Kapuziner sind da: sie haben Zeit. Aber dafür brauche es eine Ordnung, die das Ordensleben vorgebe: „Die Zeiten sind begrenzt, um selbst Zeit zu haben für das Gebet, für den Herrgott oder zur Vorbereitung unterschiedlicher Dienste“, erklärt der 60-Jährige. Und dazu gehöre es eben auch, die Fürbitten der Menschen vor Gott zu tragen.

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