„Wasserschlacht“ am Gersteinwerk

|   Werne

Gemeinsam mit Einsatzkräften aus ganz Nordrhein-Westfalen nahm das THW Werne an der 24-stündigen Übung „Wasserschlacht 2019“ am Gersteinwerk teil.

Der Moorbrand im vergangenen Jahr hat bewiesen, dass kein noch so ungewöhnliches Szenario an die Realität heran kommt. Der Einsatz in Meppen hat allerdings auch gezeigt, dass die reibungslose Zusammenarbeit nur dann funktioniert, wenn alle eingesetzten Fachgruppen Hand in Hand arbeiten, was in Meppen keine Probleme machte. Damit das so bleibt, wird regelmäßig geübt.
Das Szenario: aufgrund der lang anhaltenden Dürre sank der Pegel der Lippe derart ab, dass Treibgut in die Ansaugpumpen des Kraftwerks gelangte und diese dadurch völlig zerstört wurden. Das Kraftwerk muss vom Netz, tausende Menschen stehen ohne Strom da. Das THW hat die Aufgabe, die Wasserversorgung für die Kühltürme und die Versorgung mit Strom sicherzustellen. So wurden zwei Pumpenstrecken mit ungefähr 5,5 Kilometer Schlauchleitung sowie ein Einsatzabschnitt Beleuchtung und Strom, der die eigenen E-Pumpen und die Lampen mit Energie versorgte, eingerichtet. Im Einsatz waren vier Großpumpen mit einer Förderleistung von 5000 Liter Wasser pro Minute sowie eine Großpumpe mit einer Förderleistung von 15.000 Liter Wasser pro Minute, darüber hinaus diverse Elektropumpen mit einer Förderleistungen zwischen 1000 und 3000 Litern. Einsatzort war der ehemalige Kohlehafen des Gesteinwerks. 
Für den reibungslosen Ablauf dieser bereits im Vorfeld organisierten Großübung sorgten Patrick Mersch als Einsatzleiter sowie Tim Ramin vom OV Kamen-Bergkamen als sein Stellvertreter. Unterstützt wurde der Werner Ortsverband durch die Fachgruppen Führung/Kommunikation und Logistik aus Dortmund, die für die Versorgung der Helfer während der Übung zuständig war. Nach äußerst anstrengenden 24 Stunden konnten sich die Helfer bei einem gemeinsamen Grillabend in der THW-Unterkunft am Südring ausruhen und untereinander austauschen.

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