Vorbildlicher Einsatz für Gleichberechtigung

|   Werne

Rund 65 Gäste konnten Bürgermeister Lothar Christ und die Gleichstellungsbeauftragte Kerstin Hoffmann zuur Vernissage der Ausstellung „Die Mütter des Grundgesetzes“ im Stadthaus begrüßen.

100 Jahre Demokratie, 100 Jahre Frauenwahlrecht, 100 Jahre Weimarer Reichsverfassung, 70 Jahre Grundgesetz. 30 Jahre friedliche Revolution: angesichts der zahlreichen Jubiläen hatte Landrat Michael Makiolla ein  kreisweites Aktionsjahr für Demokratie und Menschenrechte ausgerufen, an dem sich auch die Stadt Werne beteiligt. 17 Plakate der vom Bundesfamilienministerium konzipierten Ausstellung zeigen die Lebensbilder der Mütter des Grundgesetzes - Frieda Nadig, Helene Weber, Helene Wessel und Elisabeth Selbert; die einzigen Frauen unter den 65 stimmberechtigten Mitgliedern des Parlamentarischen Rates, der die Aufgabe hatte, eine Verfassung für den westlichen Teil Deutschlands zu erarbeiten. Elisabeth Selbert war es, die den weitergehenden Gleichheitsgrundsatz formulierte „Männer und Frauen sind gleichberechtigt“ und letztlich den Weg dafür ebnete, dass die Gleichstellung im Grundgesetz verankert wurde.
Im Laufe des Abends wurden auch die Teilnehmenden des Schreibwettbewerbes zum Thema „100 Jahre Frauenwahlrecht - Frauen und Mädchen zeigen Mut und kämpfen für ihre Träume“ geehrt, den der Bürgermeister und die Gleichstellungsbeauftragte vor den Sommerferien für alle Schülerinnen und Schüler der weiterführenden Schulen in Werne ausgerufen hatten. Kerstin Hoffmann machte deutlich, dass die Gleichberechtigung von Frauen und Männern noch immer nicht in allen Lebensbereichen Realität sei. Hierbei seien Stichworte wie die Gläserne Decke in Führungsetagen oder fehlende Lohngerechtigkeit zu nennen. Frauen müssen noch immer gegen Vorurteile und Rollenklischees ankämpfen. Und genau mit diesen Themen haben sich die Teilnehmenden des Schreibwettbewerbes auseinander gesetzt. „Dass Frauen qualifiziert, leistungsstark und durchsetzungsfähig sind, haben uns die Mütter des Grundgesetzes vorbildhaft bewiesen. Vorbildhaft sind aber auch die Geschichten und das Gedicht, die unsere Preisträgerinnen und Preisträger beim Schreibwettbewerb eingereicht haben“, sagte Lothar Christ. Alle Werke werden im Rahmen der Ausstellung, die noch bis zum 25. Oktober im Stadthaus  zu sehen ist, ebenfalls gezeigt.
Abschließend wurde die Geschichte von Elisabeth Selbert lebendig - im Kino wurde der Film „Sternstunde ihres Lebens“ gezeigt.

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