Von wegen nur für „Jungs“

|   Werne

Wenn am Samstag (11. Mai) das Jugendzentrum Juwel von 12 bis 16 Uhr seine Türen zur neuen Auflage des Mädchenaktionstags öffnet, dann werden diese unter anderem auch sich Boxhandschuhe überstreifen und sich mit Technik befassen - heutzutage zumindest nichts „Exotisches“ mehr. Dass dies nicht immer so war, auch davon vermittelt der Tag einen Eindruck.

Leonie Herrmann vom Juwel und ihre Kollegin Rebecca Gerhardt aus dem Stockumer Paradise stellten jetzt gemeinsam mit Jugendpflegerin Dagmar Reuter und der Gleichstellungsbeauftragten Kerstin Hoffmann das Programm des Tages vor, an dem die Mädchen einmal unter sich sein sollen und Dinge tun können, die sie vielleicht sonst im Alltag eher nicht tun. Zum Beispiel eben an einem Box-Workshop teilnehmen oder sich am Kickertisch oder dem Dartboard messen. Oder sich mit Technik auseinandersetzen: so stellt sich das THW vor, bringt ein Fahrzeug und verschiedene Aufgaben für die Mädchen mit. Die Roboter-AG des Anne-Frank-Gymnasiums gewährt den weiblichen Jugendlichen Einblicke in die Robotertechnik. Längst sind solche Bereiche nicht mehr allein den Jungen vorbehalten. Dass aber vieles von dem, was Mädchen heutzutage alltäglich erscheint, nicht immer selbstverständlich war, das zeigt die Gleichstellungsbeauftragte Kerstin Hoffmann: es gab Zeiten, da durften Frauen nicht wählen, nicht arbeiten gehen oder den Führerschein machen.
Darüber hinaus mischen sich beim neuen Mädchenaktionstag Neues und Bewährtes: die Palette reicht von Kreativangeboten wie Nähen, Handlettering, Fadenbilder und Ohrringe und Broschen gestalten bis zu Tanzen, Bogenschießen und Selbstbehauptung und -verteidigung. Auf dem Rauschparcours können Mädchen die Folgen übermäßigen Alkoholkonsums erleben, mit einer Mitarbeiterin des Katholischen Sozialdienstes können sie über ihre „erste Liebe“ sprechen. Dazu gibt‘s Informationen zu Gewalt gegen Frauen.
Stärken können sich die Mädchen an der Snackstation. Der Eintritt ist frei. thw

« Zurück zur Übersicht
Ein Angebot von