Unheimlich und zugleich faszinierend

|   Werne

Wenn das Kulturbüro am Mittwoch (20. November) im Kolpingsaal den Krimi „Falsche Schlange“ von Alan Ayckborn zeigt, dann geht es nicht darum, einen Verbrecher zu überführen, sondern eben jene falsche Schlange zu entlarven. Ist es Gerit Kling, Mackie Heilmann oder Astrid Rashed?

Die drei Schauspielrinnen spielen die Hauptrollen in der Inszenierung des Tourneetheaters Thespiskarren Hannover. Zwei Schwestern treffen nach dem Tod des Vaters aufeinander. Sie verbindet eine schwere Kindheit, sonst scheinbar nichts. Die eine ging früh von zuhause weg, um in Australien ihr Glück zu finden, was ihr aber nicht gelang. Die andere blieb daheim in der britischen Provinz und kümmerte sich um den Vater. Die erste eine gestandene Geschäftsfrau, die an einen gewalttätigen Ehemann geriet. Die zweite eine ewige „Dorfjungfer“, die aufgrund der Pflege ihres kranken Vaters keine intimen Beziehungen eingehen konnte. Zumindest sieht es Miriam so. Und weckt damit alte Schuldgefühle in der älteren Schwester. Als plötzlich eine vermeintliche Krankenschwester namens Alice Moody auftaucht und die Schwestern zu erpressen versucht, müssen die beiden unterschiedlichen Frauen auf einmal zusammenhalten. Doch die Abgründe um den Tod des tyrannischen Familienoberhauptes sind vielschichtiger als es auf den ersten Blick scheint, und schon bald wird klar, dass keine der drei Protagonistinnen die ganze Wahrheit sagt. Angst und ihre Hintergründe stehen im Zentrum dieses Theaterabends. Die schnellen, präzisen Dialoge fesseln den Zuschauer von der ersten Minute an. Die Charaktere sind in ihrer Abgründigkeit ebenso unheimlich wie faszinierend.
Die Aufführung im Kolpingsaal  beginnt um 20 Uhr. Karten zu Preisen von 14, 16 und 18 Euro sind erhältlich im Reisebüro Wagner, in der Tourist-Info, beim Westfälischen Anzeiger sowie bei Schreibwaren Angelkort in Herbern.

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