Räuber ist besiegt

|   Werne

Martinshorn erklang am Sonntag in der Freilichtbühne, ein Streifenwagen fuhr vor, Wachtmeister Dimpflmoser hatte einen schweren Raub aufzuklären: der Oma war die nagelneue Kaffeemühle gestohlen worden. Der Täter war namentlich bekannt: niemand anderes als der berüchtigte Räuber Hotzenplotz.

So recht aber mag Dimpflmoser die Jagd auf Hotzenplotz nicht aufnehmen - zu groß ist seine Angst und die seiner Polizisten. Mutiger sind da schon Kasperl und Seppl - sie beschließen, dem Räuber das Handwerk zu legen.
Zusammenrücken war angesagt, als die Freilichtbühne bei bestem Premierenwetter am Sonntag die neue Spielzeit eröffnete - vor rund 1.200 Zuschauern. Die Kinder unter ihnen waren für Kasperl und Seppl wichtige Verbündete - lautstark unterstützten sie die beiden bei ihrer Jagd auf Hotzenplotz, den Thorsten Maß perfekt verkörperte. Eine Jagd, für die den Polizisten um Dimpflmoser nicht nur der Mut, sondern auch die Fähigkeit fehlt. Als ungeeignet erweisen sich auch die Bemühungen der Frauengruppe um Frau Scholz - alias Vivian Zurstraßen. So sind denn Kasperl - grandios verkörpert von Marvin Müller - mit seinem Verstand und sein „Sidekick“ Seppl - in dieser Rolle begeisterte Pascal Talaga - die einzigen, die eine Chance gegen Hotzenplotz haben. Und dabei auch dem Zauberer Zwackelmann den Garaus machen. Den verkörperte Marius Przybilla, der - assistiert von Holger Schulte - auch Regie führte.
Die in jeder Minute spürbare Spielfreude aller Schauspieler, das perfekte Zusammenspiel zwischen Publikum und Darstellern, pyrotechnische Einlagen bei Zwackelmanns Zaubereien, zahlreiche Gags und Wortwitze - all das ließ den „Hotzenplotz“ zu einem perfekten Start in die Spielzeit werden. Eine Spielzeit, in der mit dem Musical „Shrek“, Premiere am 24. Juni, und der Revue „Schlager lügen nicht“ gleich drei Stücke gezeigt werden. Nächste Gelegenheit, den „Hotzenplotz“ zu sehen, ist am Sonntag (10. Juni) um 16 Uhr. thw

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