Orgel nach 100 Jahren vollendet

|   Werne

Als die Orgel in der St.-Christophorus-Kirche im Jahr 1918 eingeweiht wurde, fehlte ihr etwas, das ursprünglich eingeplant war: ein Glockenspiel. Jetzt - ein Jahr nach ihrem 100. Geburtstag - hat die Orgel dieses Glockenspiel erhalten. Zu verdanken ist dies einer privaten Spende.

Die Fertigstellung der Orgel während des Ersten Weltkriegs ist ohnehin schon erstaunlich, erläuterte Kantor Dr. Hans-Joachim Wensing. Vermutlich wegen dieses Krieges war das Glockenspiel nicht eingebaut worden. „Wahrscheinlich galten die benötigten Metalle als kriegswichtig und wurden nicht freigegeben“, vermutet Dr. Wensing. Umso größer die Freude, dass nun die Orgel vollendet ist; ergänzt um das, was der Kantor „ein Additivum, eine Bereicherung und etwas ganz Besonderes“ nennt. „Vergleichen Sie es mit einem besonderen Schmuck- oder Kleidungsstück, das man nur zu speziellen Anlässen trägt“, sagt Dr. Wensing. So wird das neue Glockenspiel nicht selten, aber doch dosiert zum Einsatz kommen, so dass es etwas Besonderes bleibt.
Das neue Glockenspiel mit seinen 24 Röhrenglocken - Töne von g 0 bis g 2, erläutert Dr. Wensing - ist in einem eigenen Gehäuse neben der Orgel aufgebaut. Das Glockenspiel steuert der Kantor - wie übrigens die gesamte Orgel seit den 50er Jahren - nicht pneumatisch, sondern elektrisch. „Dadurch können wir dieses Glockenspiel vielfältiger einsetzen“, erklärt Dr. Hans-Joachim Wensing. Insgesamt erklingen mit der Orgel nunmehr 56 Klangfarben.
Dies erleben kann die Gemeinde erstmals an diesem Samstag im Gottesdienst ab 17 Uhr. Zur Einweihung spielt Dr. Wensing drei verschiedene Carillons; Glockenspiele für einen Turm, aber eben auch für eine Orgel. thw

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