„Höchste Eisenbahn“

|   Werne

Schulterschluss in Sachen Bahnstrecke Dortmund-Münster: Die Oberbürgermeistermeister von Dortmund und Münster wie auch die Stadtoberhäupter der anliegenden Städte und die Landräte der betroffenen Kreise haben am Freitag eine gemeinsame Resolution unterschrieben, mit der sie die Bahn nicht nur auffordern, die notwendigen Reparaturen an der Bahnstrecke durchzuführen, sondern auch zeitnah Schritte für den zweigleisigen Ausbau zu unternehmen.

„Es wird höchste Eisenbahn“, sagte Wernes Bürgermeister Lothar Christ, der am Freitag Gastgeber für die Vetreter der Städte und Kreise war, die zunächst einen Besichtigungstermin am Werner Bahnhof absolviert und sich dann zur weiteren Diskussion ins Rathaus begeben hatten. „Unsere Geduld ist am Ende“, fand auch Aschebergs Bürgermeister Dr. Bert Risthaus klare Worte. Aufgrund von Schäden am Bahndamm ist die Erreichbarkeit der Städte an der Strecke massiv eingeschränkt. „Aufgrund der besonderen Bedeutung der Bahnstrecke für Dortmund und die Region sowie mit Blick auf den immer wieder geforderten zweigleisigen Ausbau der Strecke sehen wir die Deutsche Bahn in der Pflicht, die Schäden schnellstmöglich zu beseitigen und den Ausbau voranzutreiben. Dies ist auch erforderlich um die Weiterführung des RRX über Dortmund hinaus Richtung Münster zu ermöglichen. Mit der Resolution an die Deutsche Bahn drängen wir auf die Umsetzung dieser gemeinschaftlich unterschriebenen Ziele“, sagte Dortmunds Oberbürgermeister Ullrich Sierau. „Wir reden täglich davon, Mobilität in und zwischen den Städten neu, vernünftig und nachhaltig zu organisieren. Das ist eine der zentralen Zukunftsaufgaben. Dann ist schlichtweg nicht vermittelbar, warum Schäden nicht umgehend beseitigt werden. Nichtstun ist das Gegenteil von Gestalten“, ergänzte Markus Lewe, Oberbürgermeister von Münster. Nachdem das 26 Kilometer lange Teilstück zwischen Münster und Werne nunmehr in den vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans bis 2030 übernommen wurde, unterstreichen die Vertreter der anliegenden Gebietskörperschaften ihre wiederholt vorgetragene Forderung, den zweigleisigen Ausbau der gesamten Strecke binnen kürzester Frist zu realisieren. Die Deutsche Bahn solle die damit verbundenen Planungs- und Realisierungsschritte umgehend einleiten. „Die Strecke ist vom Bedarf her das Rückgrat, vom Zustand her die Achillesferse“, sagte Lothar Christ. Weitere Verzögerungen seien nicht mehr hinnehmbar. Die Unterzeichner kündigten an, im Drängen auf die Reparaturen und den Ausbau nicht nachzulassen. thw

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