Heimatfreunde haben die Zukunft im Blick

|   Werne

„Meine Kollegen im Vorstand sorgen dafür, dass unser Verein erstklassig geführt wird“ - diesem Statement des Heimatvereins-Vorsitzenden Wilhelm Lülf stimmten die Mitglieder am Donnerstag in der Jahreshauptversammlung vorbehaltlos zu: sie bestätigten den gesamten Vorstand einhellig im Amt.

Nicht allein die Wiederwahl selbst, auch, dass sich der Vorstand komplett zur Wiederwahl gestellt habe, sei ein „ganz starkes Zeichen“, sagte Wilhelm Lülf, der zugleich aber auch Veränderungen im Vorstand für das kommende Jahr avisierte.
„Die Stadt Werne kann stolz auf eine so aktive Gruppe sein“, unterstrich der alte und neue Vereinsvorsitzende weiter. Wie aktiv - das wurde beim Rückblick auf das vergangene Jahr deutlich: Wilhelm Lülf ließ die stets bestens besuchten Veranstaltungen wie auch die Radtouren mit einer immer hohen Teilnehmerzahl Revue passieren, blickte zudem auf verschiedene Initiativen zurück. So auf die vom Heimatverein initiierte und finanzierte Aufstellung von Hinweistafeln auf den historischen Stadtkern am Radweg auf der ehemaligen Zechentrasse. Einer anderen Anregung indes war kein Erfolg beschieden: das Vorhaben, die Ortsschilder mit dem plattdeutschen Zusatz „Wäen“ zu ergänzen, ließ der Heimatverein wieder fallen - vorerst zumindest. „Die Pläne fanden keinen großen Widerhall. Wir werden aber darauf zurück kommen“, sagte Wilhelm Lülf.
Historisches bewahren, die Gegenwart aktiv mit gestalten - das macht den Heimatverein mit seiner über 90-jährigen Geschichte aus. Die Heimatfreunde haben aber auch die Zukunft im Blick: der stellvertretende Vorsitzende Joseph Funhoff regte die Gründung eines gleichnamigen Arbeitskreises an. „Es geht uns darum, Anregungen und Ideen zu sammeln und aufzunehmen, aber auch um konkrete Unterstützung für den Vorstand“, sagte Joseph Funhoff, „wir möchten unsere Arbeit auf ein breiteres Fundament stellen“. Vor dem Hintergrund, dass das Bistum derzeit die Kirchenbücher online stellt, plädierte Joseph Funhoff zudem für einen Arbeitskreis „Ahnen- und Familienforschung“, der dann starten werde, wenn die Arbeiten des Bistums beendet sind.
Am Rande kündigte Wilhelm Lülf an, dass die bisherigen Radtouren „ins Blaue“ fortan den Titel „Wir erkunden unsere Heimat“ tragen. Der erste Start erfolgt am 4. April. Zuvor stehen für die Heimatfreunde eine Betriebsbesichtigung und das Frühlingssingen im Kalender.
Abschließend ließen sich die Heimatfreunde von Adrian Kersting vom städtischen Aufgabenbereich Umwelt und Verkehr die Pläne für den Rückbau der bisherigen B 54, der Münsterstraße, im Innenstadtbereich erläutern. „Wir werden diesen Vorgang mit großem Interesse verfolgen“, sagte Wilhelm Lülf. thw

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