Feuerwehr behält die bewährte Führung

|   Werne

Bewusst in einem feierlichen Rahmen gestaltete die Stadt das, was zunächst nach einem eher „spröden“ Verwaltungsakt klingt: die Wiederernennung Thomas Temmanns zum Leiter der Freiwilligen Feuerwehr und Ehrenbeamten auf Zeit sowie Jörg Mehringskötters zum stellvertretenden Leiter und ebenfalls Ehrenbeamten auf Zeit für weitere sechs Jahre.

„Es ist nicht selbstverständlich, dass jemand bereit ist, die vielfältigen Aufgaben und die große Verantwortung dieser Ämter freiwillig auf sich zu nehmen“, begründete Bürgermeister Lothar Christ bei der Überreichung der Ernennungsurkunden den feierlichen Rahmen, an dem auch Dezernent Frank Gründken und Ordnungsamtsleiterin Kordula Mertens teilnahmen. „Eine ehrenamtliche Tätigkeit bei der Feuerwehr ist immer auch eine Belastung, erst Recht in der Führung“, sagte Lothar Christ als oberster Dienstherr der Feuerwehr weiter. Machbar sei dies vor allem, weil nicht nur die Kameraden hinter ihrer Führung stünden, sondern sowohl Thomas Temmann als auch Jörg Mehringskötter ihr Amt durch die Familie mitgetragen wüssten. Letzteres dokumentierte am deutlichsten, dass die Ehefrauen beider - Astrid Temmann und Gertrud Mehringskötter - mit zur Urkundenüberreichung gekommen waren.
Kreisbrandmeister Thomas Heckmann hatte die Stadtbrandinspektoren Thomas Temmann und Jörg Mehringskötter nach einem Anhörungstermin mit den Aktiven der Werner Feuerwehr im Juni zur Wiederernennung vorgeschlagen; diesem Vorschlag war der Rat der Stadt in seiner letzten Sitzung einstimmig gefolgt. Sowohl Thomas Temmann als auch Jörg Mehringskötter sind bereits „alte Hasen“: Thomas Temmann gehört seit 1984 zur Feuerwehr, leitet sie seit 2007. Jörg Mehringskötter gehört seit 1981 zur Truppe, ist seit 2007 Thomas Temmanns Stellvertreter und war zudem von 2002 bis 2014 Löschzugführer in Stockum. In ihre Amtszeit fällt insbesondere die Sanierung des Gerätehauses Stadtmitte, darüber hinaus auch die intensiven Planungen für ein neues Gerätehaus in Stockum. Nicht zu vergessen sind dabei die zahlreichen Indienststellungen neuer Fahrzeuge. In diesem Zusammenhang bedankten sich die beiden Wehrführer für die gute Zusammenarbeit mit der Stadt, die stets ein offenes Ohr für die Belange der Feuerwehr habe.
„Es hat sich viel verändert“, blickten Thomas Temmann und Jörg Mehringskötter zurück. Was nicht allein die Technik betrifft. Für beide gehören inzwischen weniger das aktuelle Einsatzgeschehen, als vielmehr Verwaltung und Dokumentation zum Feuerwehralltag. „Wir fahren nur bei größeren Einsätzen noch mit raus. Bei jedem Einsatz - das ist auch deswegen nicht notwendig, weil  wir uns auf unsere Kameraden hundertprozentig verlassen können“.
Mit Thomas Temmann und Jörg Mehringskötter helfen in Werne rund 160 Brandschützer - darunter zehn Kameradinnen - immer dann, wenn ihre Mitmenschen in Not sind. Diesem großen ehrenamtlichen Einsatz ist es zu verdanken, dass Werne nicht - wie es der Gesetzgeber für Kommunen mit mehr als 25.000 Einwohnern vorsieht - eine Berufsfeuerwehr einrichten muss. „Wir sind einfach dankbar, dass wir euch haben“, brachte Lothar Christ auf den Punkt, was offenbar auch die Bewohner Wernes denken. Denn auch bei ihnen genießt die Feuerwehr mit Recht ein hohes Ansehen. thw

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