Entspannen beim Karl

|   Werne

Das Museum als Ort nicht allein des Lernens, sondern der Begegnung und vor allem auch des Entspannens erlebbar zu machen, war das Ziel der vor Jahresfrist noch im Rahmen des Projekts „Werne up‘n Patt“ aufgelegten Reihe „Afterwork bei Karl“. Das Format startete erfolgreich. Nun ist dank der Kooperation des Museums mit der Volkshochschule eine Neuauflage möglich geworden.

„Es sind Menschen, auch viele jüngere, gekommen, die sonst eher nicht zu den klassischen Museumsbesuchern zählen“, berichtete Museumsleiterin Dr. Constanze Döhrer. Und weil sie ohnedies das Museum stärker auch als Ort wahrnehmbar machen möchte, an dem man - ganz undidaktisch - seine Freizeit verbringt, war die Neuauflage angezeigt. Machbar ist sie nach dem Ende des „Up‘n-Patt“-Projekts durch den Schulterschluss mit dem Bildungspartner Volkshochschule. „So können wir auf den Pool der VHS-Dozenten zurückgreifen“, erläuterte die Museumsleiterin. Weil Museum und VHS das Projekt gemeinsam finanzieren, ist jetzt eine Gebühr - dies sind moderate 5 Euro pro Person und Veranstaltung - unumgänglich.
Mit Schnupperkursen zu Yoga und Handlettering werden zwei Angebote der Premiere von „Afterwork bei Karl“ - angelehnt an den Museumsgründer Karl Pollender - neu aufgelegt. Dazu gesellen sich neue Formate zum Entspannen: beispielsweise „#Pollenderart“, bei dem die Teilnehmer unter Anleitung von Annika Heinze auf der Basis eines alten Gemäldes Kunst für die eigenen vier Wände schaffen. „Bunt essen“ heißt ein Workshop mit Corinna Sendermann zum gesunden Genießen und schließlich verhilft Birgit Bellgardt mit einem Einstieg in verschiedene Entspannungstechniken zu einer entspannten Adventszeit.
Für diese Angebote wird die erwähnte Gebühr fällig, zudem ist eine Anmeldung im Museum erforderlich.
Darüber hinaus gibt‘s erneut das freie Format „Runterkommen bei Karl“: an drei Terminen im Advent können sich Museumsbesucher einen Moment der Ruhe und der Reflektion gönnen: vor einem Gemälde genießen sie auf gemütlichen Möbeln einige Minuten oder auch eine Stunde der Entschleunigung.
Nicht nur für das Museum kommt die Kooperation mit der VHS zum richtigen Zeitpunkt. „Auch bei uns ist Modernisierung ein großes Thema. Wir müssen raus aus der klassischen Schule und hin zu den Menschen“, sagte VHS-Leiterin Regina Ruß. thw

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