Ein Taler fürs Bad

|   Werne

Seit einigen Wochen stärken Geschäfte der Innenstadt mit Wasserbällen, Liegestühlen und anderen Accessoires die Vorfreude auf das neue Solebad. Jetzt geht die Gemeinschaft „Wir für Werne“ (WfW) noch einen Schritt weiter.

„Die Eröffnung des Bades am 14. April wird gerade auch von den Geschäftsleuten in der Innenstadt sehnsüchtig erwartet“, sagte der „Wir für Werne“-Vorsitzende Michael Zurhorst in der Jahreshauptversammlung der Gemeinschaft am Dienstagabend mit Blick auf die offizielle Bekanntgabe des Termins in der Vorwoche. Im Rahmen eines Tacheles-Abends wird die Gemeinschaft dem neuen Bad am 29. April einen Besuch abstatten. Aktuell hat „Wir für Werne“ für die Mitglieder den Sole-Taler im Wert von 50 Cent aus der Taufe gehoben. Ihn können Geschäfte, aber auch Freiberufler und Dienstleister an ihre Kunden ausgeben, die dann beim Besuch des Bades eine Ermäßigung auf den Eintrittspreis erhalten. Rund 7.500 Exemplare des in einer Auflage von 10.000 Stück geprägten Talers sind bereits geordert worden, berichtete Michael Zurhorst. Wann der Startschuss für die Ausgabe des Sole-Talers erfolgt, wird noch bekannt gegeben.
Solebad und Innenstadt - das kann und soll sich gegenseitig befruchten. So verschwand am Dienstag auf Anregung des WfW-Vorsitzenden das Gestrüpp im Hochbeet an der Seilscheibe. „Das schafft eine Sichtachse vom Solebad zur Innenstadt“, sagte Michael Zurhorst. Wichtiger und nachhaltiger noch: im Zuge der Entwicklung einer neuen Gestaltungssatzung für die Innenstadt regt „Wir für Werne“ eine einheitliche Beschilderung mit Hinweisen auf Kulturelles, Historie, und Sehenswürdigkeiten, aber auch auf Geschäfte an. „Wenn jemand die Steinstraße hinauf geht, sollte er beispielsweise an der Ecke Griesetorn sehen können, dass es rechts zu Elektro Steinkuhl und links zu Bücher Beckmann geht“, erklärte Michael Zurhorst. Für die Umsetzung könnte unter Umständen auf den Verfügungsfond zurückgegriffen werden - eine Maßnahme zur Städtbeauförderung. Grundgedanke ist: stellt eine Initiative aus Standortgemeinschaften oder Privatleuten einen bestimmten Betrag beispielsweise für gestalterische Maßnahmen zur Verfügung, dann gibt‘s bei positiver Entscheidung aus dem Fonds die gleiche Summe noch einmal dazu.
„Die Innenstadt ist unsere gute Stube, die wir voran bringen wollen. Wir möchten aber auch die heimischen Betriebe unterstützen“, kündigte Vorstandsmitglied Adelheid Hauschopp-Francke einen Vortrag von Professorin Jutta Rump zum Thema Fachkräftemangel an - am 22. Mai im historischen Rathaus. „Wir müssen uns den Fragen stellen, wo wir für unsere Betriebe qualifizierte Fachkräfte finden, wie wir sie für unseren Betrieb gewinnen und bei uns halten können“, sagte die Unternehmerin. Die Professorin Jutta Rump werde an dem Abend auch für Fragen und persönliche Gespräche zur Verfügung stehen.
Involviert ist „Wir für Werne“ in die Entwicklung des Regionalplans. Mit Nachdruck will die Gemeinschaft sich für den zweigleisigen Ausbau der Bahnstrecke zwischen Dortmund und Münster  einsetzen.
Abschließend berichtete Michael Zurhorst von der Genehmigung der vier verkaufsoffenen Sonntage durch den Rat der Stadt: 7. April, 10. November, 8. Dezember und zu Sim-Jü (27. Oktober).

Einstimmig im Amt bestätigt wurde der Vorstand der 129 Mitglieder starken Gemeinschaft: Vorsitzender Michael Zur-horst, Stellvertreter Alexander Böcker, Geschäftsführer Thomas Lohmann, Kassiererin Adelheid Hauschopp-Francke sowie Christiane Steinkuhl und Hubertus Waterhues (zuständig für die Bereiche Innenstadt/Marketing) und Helmut Gravert (Mitgliederangelegenheiten). Der Vorsitzende kündigte an, den Vorstand neben Firmeninhabern und Geschäftsleuten stärker um Freiberufler und Dienstleister zu erweitern. „Wir möchten die gesamte Bandbreite unserer Mitglieder aufnehmen“, sagte Michael Zurhorst. thw

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