Allianz untermauert ihre Forderungen

|   Werne

Die Städte Dortmund und Münster sowie die Gemeinden und Kreise Ascheberg, Lünen, Nordkirchen und Werne sowie Coesfeld und Unna geben sich mit der Antwort der Bahn AG bezüglich ihrer Forderung zum Ausbau der Strecke Dortmund -Lünen-Münster nicht zufrieden. Unterstützung finden sie bei den Industrie- und Handelskammern zu Dortmund und Nord Westfalen. Bei einem Treffen am Montag in der IHK Nord-Westfalen in Münster hat diese Allianz die Bahn erneut in die Pflicht genommen.

Die Handelskammern und die Kommunen untermauerten bei dem Treffen ihre Forderungen aus der im März in Werne verabschiedeten Resolution nach zügiger Sanierung und zweigleisigem Ausbau der Strecke. Deutliche Kritik übte die Allianz für den Streckenausbau Dortmund-Lünen-Münster an den aktuellen Einschränkungen. Die stündlichen Fahrten des Fernverkehrs zwischen Dortmund und Münster müssen umgehend wiederhergestellt werden“, so Dortmunds OB Ullrich Sierau, „eine weitergehende Reduzierung des Angebots ist absolut nicht akzeptabel. Es ist unfassbar, wie die Bahn AG agiert!“ Einschränkungen bei den Reparaturmaßnahmen seien nur hinnehmbar, wenn die Sanierung des Eisenbahndamms zwischen Werne und Ascheberg zügig und bestens organisiert erfolgt. OB Sierau: „Wir wollen wissen, wann die Maßnahme konkret beginnt. Am 11. August 2020 soll sie ja beendet sein.“ Hinsichtlich des Ausbaus der Strecke Münster-Lünen und die damit verbundene Umleitung der Fernzüge, die Fahrzeitverlängerungen, die Schienenersatzverkehre für den Nahverkehr und die Halteausfälle erwartet Sierau eine reibungslose Organisation und eine engmaschige, funktionstüchtige und verlässliche Informationsstruktur. „Die Schienenstrecke Dortmund-Münster ist das zentrale Rückgrat für die zahlreichen engen Beziehungen und die Pendlerausrichtung auf die beiden westfälischen Metropolen Dortmund und Münster und gleichzeitig Kernstück der Fernverkehrsmagistrale Hamburg - Münster - Ruhrgebiet – Süddeutschland“, unterstrich Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe. Die Hauptforderungen der Allianz: 1. Die Reparatur der bestehenden Mängel auf der Strecke nördlich von Dortmund. 2. Das zweite Gleis auf der gesamten Strecke Dortmund-Münster, ausgebaut für durchgängig 230 km/h. 3. Ein sogenanntes „Überwerfungsbauwerk“ (Brücke) im östlichen Bereich des Dortmunder Hauptbahnhofs, um somit die intensiven Ost-West-Verkehre von denen nach Münster abzugrenzen. Aufgrund von Schäden am Bahndamm entlang der Bahnstrecke Münster – Lünen ist die verkehrliche Erreichbarkeit der Stadt Dortmund sowie der angrenzenden Städte und Kreise seit Monaten stark eingeschränkt: Der Fernverkehr Dortmund-Münster-Osnabrück -Bremen-Hamburg wird seit Herbst 2018 von Dortmund nur mehr zweistündlich angeboten. Die Züge fahren ohne Halt über Hamm. Die Deutsche Bahn hatte gegenüber der Öffentlichkeit am 5. April bekannt gegeben, dass sie sich - nach der erfolgten Prüfung von drei technischen Bauvarianten - für die Sanierung der reparaturbedürftigen Teilabschnitte der Strecke Münster-Lünen für den Einbau eines Spundwand-Stützbauwerks in den Dammkörper entschieden hat. Der Fern- und der Nahverkehr soll mit dem Ende der Sommerferien 2020 wieder in vollem Umfang zwischen Münster und Dortmund fahren können. Die Allianz unterstrich ihre Forderung, dass der Fernverkehr in vollem Umfang zwischen Münster und Dortmund in beiden Richtungen über die Ausweichstrecke Hamm geleitet wird.

« Zurück zur Übersicht
Ein Angebot von