Mit berechtigtem Stolz trugen die Uhlandschüler ihren Eltern und Großeltern ihre Geschichten vor, die sie im Rahmen einer fünfwöchigen Schreibwerkstatt unter Anleitung von Theaterpädagogin Ute Liekenbrock verfasst hatten. Foto: Sophia Waterhues
„Vielleicht haben wir hier ja den ein oder anderen künftigen Schriftsteller gesehen“, sagte Büchereileiterin Gerlinde Schürkmann, nachdem Kinder der Uhlandschule in der vergangenen Woche die Ergebnisse einer fünfwöchigen Schreibwerkstatt präsentierten. Nach der Wienbredeschule war die Uhlandschule, mit der die Stadtbücherei wie seinerzeit berichtet eine Bildungspartnerschaft abgeschlossen hat, die zweite Grundschule, an der die Bücherei eine solche Schreibwerkstatt durchführte.
15 Schülerinnen und Schüler nahmen unter der Leitung von Ute Liekenbrock, Theaterpädagogin und Regisseurin am Theater Münster, daran teil. Fünf Wochen trafen sie sich nachmittags für eineinhalb Stunden, um gemeinsam ihre Fähigkeiten im Lesen und Schreiben zu verbessern. Mit kleinen Spielen wurde die Stimmung bei der Schreibwerkstatt, die unter dem Motto „Der fliegende Geschichtenteppich“ stand, aufgelockert. Daher waren die Kinder mit Elan bei der Sache; aber auch von den Lehrern und Eltern gab es zahlreiche positive Rückmeldungen.
Ute Liekenbrock animierte die Kinder dazu, Kurzgeschichten in kleinen Gruppen oder allein zu schreiben und diese Geschichten zum Teil mit Bildern auszuschmücken.
„Zum Lesen gehört auch gutes Schreiben“, sagte Gerlinde Schürkmann am Ende des Nachmittages, an dem die Schülerinnen und Schüler ihren Familien die fertigen Geschichten vorstellten. Angefangen von der Geschichte „Das Wunschland“, mit der der kleine Joshua schon zu Beginn zeigte, dass die Schreibwerkstatt Früchte getragen hatte. Am Ende hatten die Kinder nicht nur gelernt, kurze Texte frei zu schreiben, sondern auch ihre Lesefähigkeiten weiter auszubauen und im Team zu arbeiten.
Mit 60 Prozent wurde die Schreibwerkstatt vom Land unterstützt. „Ohne diese Förderung wäre die Durchführung nicht möglich gewesen“, sagte Gerlinde Schürkmann, die für die Zukunft eine Neuauflage mit einer weiteren Grundschule im Auge hat. „Für das laufende Jahr aber haben wir keinen Projektantrag gestellt“, sagte die Büchereileiterin. Von Sophia Waterhues