Gemeinsam mit Buchhändler Hubertus Waterhues (l.) stellt Berthold Ostrop seine kleine Schrift zur Geschichte der Lippe vor. Foto: Thomas Wegener
Schon die Römer nutzten vor rund 2.000 Jahren die Lippe für ihren Nachschub-Transport, vermutlich auch den Bereich des Flusses in der Gegend um Werne. „Die Lippe hat für Werne immer eine enorme Bedeutung gehabt“, erläutert Berthold Ostrop, der sich schon länger mit der Geschichte des rechten Rhein-Nebenflusses befasst hat. „Die Lippe ist für mich neben der historischen Bedeutung auch ein Ort schöner Erinnerungen“, sagt der Werner, der, selbst in unmittelbarer Nähe zur Lippe geboren und aufgewachsen, jetzt Stationen der Lippe-Geschichte in einer kleinen Broschüre zusammen gefasst hat, die er am Donnerstag bei Bücher Beckmann vorstellte.
Der Bau von Schleusen und Mühlen - ein Modell im Museum erinnert heute an die „Gedemberger Mühle“ an der Schlagt -, die Christophorus-Brücke, deren genauer Standort bis heute unbekannt ist, sowie die Renaturierung der Lippeauen sind weitere Eckpunkte der Geschichte des Flusses, der unter anderem als Wasserlieferant für das gesamte westdeutsche Kanalsystem nichts an seiner Bedeutung verloren hat.
Mit kurzen Texten, illustriert durch Karten und Bilder hat Berthold Ostrop in ausgewählten, exemplarischen Momentaufnahmen Geschichte und Bedeutung der Lippe für Werne dargestellt - und damit, wie er selbst sagt, Befürwortern und Gegnern des Ortsnamen-Zusatzes „an der Lippe“ Argumente geliefert. Darüber hinaus versteht sich die Schrift als Ergänzung zu den Publikationen anlässlich des Jubiläumsjahres.
Zu haben ist die - komplett in Eigenregie entstandene - Broschüre zum Preis von 4,90 Euro in der Stadtmarketing-Geschäftsstelle und bei Bücher Beckmann. thw