Antonius stärkt MitarbeiterDonnerstag, 26. Januar 2012

Ein gutes und zufriedenes Team ist die Voraussetzung für optimale Pflege: das Seniorenzentrum Antonius nimmt derzeit an einer vom Land geförderten Potentialberatung teil. Foto: Thomas Wegener

Arbeitsabläufe, aber auch die Chemie im Team - das muss stimmen. Gerade auch in einem Seniorenheim, um optimale Pflege gewährleisten zu können.Hier setzt die Potentialberatung an, an der zur Zeit das Seniorenzentrum Antonius teilnimmt. „Die Mitarbeiter sind unser größtes Potential - ein gutes und zufriedenes Team überträgt sich auf unsere Bewohner“, erläutert die Leiterin des Seniorenzentrums Renate Seidelbast. 45 Mitarbeiter aus unterschiedlichen Bereichen, auch die Leiterinnen der sieben Wohnbereiche, nehmen in zwei „Etappen“ an der Potentialberatung teil. „Dabei handelt es sich nicht um eine Fortbildung, sondern mehr um ein Coaching“, sagt Dr. Jörg Taube, der mit seinem Center „Transfer“ die Beratung durchführt. „Ein großer Vorteil liegt darin, dass die Beratung vor Ort und nicht im Rahmen einer auswärtigen Schulung stattfindet“, erklärt der Berater. So können etwaige Probleme sofort erkannt und abgestellt werden. Organisation und Ablauf der täglichen Arbeit, die Stärken Einzelner, aber auch mögliche Spannungen im Team kommen dabei zur Sprache.
Ein Schwerpunkt der Beratung liegt beim Thema Demenz. „Rund 80 Prozent unserer 190 Bewohner sind demenziell verändert“, sagt Renate Seidelbast. Mit der Krankheit gehe oft Ungeduld und Unruhe einher, manchmal würden Betroffene auch dem Pflegepersonal gegenüber ausfallend. Damit umgehen zu können, zu erkennen, ob sich nicht möglicherweise auch eventuell Unruhe im Team auf die Erkrankten überträgt, darin schult die Potentialberatung. In Rollenspielen werden Techniken des Umgangs mit Demenzerkrankten geübt. Dabei versetzen sich die Mitarbeiter auch selbst in die Rolle Erkrankter, um zu erkennen, wie dieser seine Umgebung erlebt. Weiteres Thema war die sogenannte Milieugestaltung - wie beispielsweise ein Tisch gedeckt sein muss, damit er einen Demenzerkrankten nicht erschreckt oder überfordert. „Die Mitarbeiterinnen werden sensibler, arbeiten gelassener und sehen wieder noch stärker den Menschen, als die Arbeit“, sieht Renate Seidelbast deutliche Erfolge. Wobei Dr. Jörg Taube dem Team im Antonius ein gutes Zeugnis ausstellt: „Was ich hier schon vor der Beratung vorgefunden habe, war enorm gut“.
Die Potentialberatung wird mit 50 Prozent der Kosten, maximal mit 500 Euro pro Beratungstag, vom Land bezuschusst. „Ohne diese Förderung hätten wir die Beratung nicht in Anspruch nehmen können“, sagt Renate Seidfelbast. „Grundsätzlich können Betriebe aller Branchen zwischen einem und 250 Mitarbeitern Förderung für eine Potentialberatung beantragen“, erläutert Fachberaterin Katja Sträde von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft. thw

Fügen Sie diesen Artikel zu den folgenden Social-Bookmarking-Diensten hinzu:
Delicious Facebook Twitter Google Kledy LinkArena Mister Wong MySpace OneView StudiVZ Webnews Yahoo Yigg
Beitrag von: WaS
Zurück

Einen Kommentar schreiben



Bitte geben Sie die Buchstabenreihe im unteren Bild in das Textfeld über dem Absenden-Button ein.





Es sind noch keine Leserkommentare vorhanden, warum schreiben Sie nicht den ersten?