23-07-10
Mehr Saft
Die Wohnmobilisten geben sich seit 2001 in Werne die Klinke in die Hand - dem tragen jetzt Stadt und Verkehrsverein Rechnung.
 |   Stadtmarketing-Geschäftsführer Jochen Höinghaus (l.) und der Vorsitzende des Verkehrsvereins zeigen die neue Stromsäule am Stellplatz für Wohnmobile. Foto: Thomas Wegener
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Werne Neues Prunkstück ist eine zweite Stromsäule, die den Besitzern von Wohnmobilen jetzt am Stellplatz Hagen für die Versorgung zur Verfügung steht. Damit erfährt der Platz eine weitere Aufwertung. Mit der zweiten Säule machte sich der Verkehrsverein Werne (VVW), der im Januar sein 25-jähriges Bestehen feiert, quasi ein Geburtstagsgeschenk.
50 Cent kostet die Wohnmobilisten eine Kilowattstunde - mit 2 € erläuterte der Verkehrsvereins-Vorsitzende Rolf Strohmenger, selbst ein passierter Wohnmobilfahrer, lässt es sich gut über den Tag kommen.
2001 war auf Betreiben des Verkehrsvereins der Stellplatz am Hagen eröffnet worden. Für 18.000 € waren zunächst vier Stellplätze, eine Stromsäule und eine Ver- und Entsorgungsmöglichkeit eingerichtet worden. Die Zahl der Stellplätze hat sich mittlerweile auf ein Dutzend erhöht - mit zwei Stromsäulen à sechs Anschlüssen steht jetzt pro Platz ein eigener „Stromerzeuger“ zur Verfügung. Anfänglich mit Skepsis betrachtet, hat sich der Platz mehr als bewährt. Rund 2.000 Wohnmobilisten, sagte Stadtmarketing-Geschäftsführer Jochen Höinghaus, frequentieren den Platz jährlich. Und sie sind in der Stadt willkommene Besucher - schließlich geben sie statistisch 109 € pro Tag und Wohnmobil in der Innenstadt aus.
Die Kosten von 3.500 € für die neue Stromsäule haben sich Stadt und Verkehrsverein brüderlich geteilt. Die Erlöse des Stellplatzes fließen ins Stadtsäckel. Die Erträge aber könnten, wenn es nach den Vorstellungen von Rolf Strohmenger geht, durchaus höher sein. „Wir müssen darüber nachdenken, den Wohnmobil-Stellplatz zu bewirtschaften“, sagte der Verrkehrsvereins-Vorsitzende. Zar könne der Platz schon wegen Sim-Jü nicht abgesperrt werden, mit Pollern sei eine Abgrenzung aber möglich. „Durch Parkscheinautomaten könnten wir fünf bis sieben Euro pro Nacht durchaus nehmen“, sagte Rolf Strohmenger, der selbst schon von Wohnmobilisten auf eine mögliche Bewirtschaftung angesprochen wurde. thw