Sonntag, 5. September 2010
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23-07-10

Wieder wirtschaften

„Dies ist ein guter Tag für Werne“ - mit diesen Worten überbrachte Kreisdirektor Rainer Stratmann die Gernehmigungsurkunde für den Haushalt 2010.

Zufriedene Gesichter nach der Genehmigung der Haushaltssatzung: (v. l.) Ralf Ochse, Leiter der Kommunalaufsicht, Kreisdirektor Rainer Stratmann, Bürgermeister Lothar Christ und Kämmerer Marco Schulze-Beckinghausen. Foto: Thomas Wegener
Zufriedene Gesichter nach der Genehmigung der Haushaltssatzung: (v. l.) Ralf Ochse, Leiter der Kommunalaufsicht, Kreisdirektor Rainer Stratmann, Bürgermeister Lothar Christ und Kämmerer Marco Schulze-Beckinghausen. Foto: Thomas Wegener

WERNE „Ab heute können Sie wieder vernünftig wirtschaften und Investitionen tätigen“, sagte der Kreisdirektor, der zur Überbringung der Genehmigung den Leiter der Kommunalaufsicht Ralf Ochse mitgebracht hatte. Beide fanden lobende Worte für das Konzept. „Sie haben frühzeitig die richtigen Schritte unternommen“, sagte Rainer Stratmann mit Blick auf die freiwillige Haushaltssicherung der Stadt. Und auch die von Stadtkämmerer Marco Schulze-Beckinghausen konzipierte „Offensive 2020“ mit dem Ziel, binnen zehn Jahren einen strukturell ausgeglichenen Haushalt vorzulegen, fand den Beifall von Rainer Stratmann und Ralf Ochse. Bürgermeister Lothar Christ sah in der Genehmigung das Werner Konzept bestätigt.

„Es war der richtige Weg, Ehrlichkeit walten zu lassen“, sagte Lothar Christ, „dieser Weg war nachvollziehbar“. Grund zum Jubel, dies ließ das Gespräch deutlich werden, gibt es indes nicht. „Wir wissen, dass es um unsere Finanzen nicht gut aussieht“, sagte der Bürgermeister, der ebenso wenig wie Marco Schulze-Beckinghausen bezüglich der Maßnahmen und Beträge bei der langfristigen Haushaltskonsolidierung allzu konkret werden wollte. „Wir haben die Schubkarre ordentlich voll geladen - jetzt müssen wir sie auch schieben“, sagte der Kämmerer. Nach den Zielvorgaben sollen in diesem Jahr 320.500 Euro, 2011 793.000 Euro, 2012 1.192.000 Euro und im Jahr darauf 1.494.500 Euro eingespart werden.

Kreisdirektor Stratmann, als Kreiskämmerer vertraut mit finanziellen Sorgen der Kommunen, lobte den Mut der Stadt auch zu unpopulären Entscheidungen auf dem Weg zur Konsolidierung. „Sie haben mit einer behutsamen Anhebung von Gebühren die Erträge gesteigert, ohne die Bürger allzu stark zu belasten“, sagte Rainer Stratmann.

Konkrete Maßnahmen zur Konsolidierung, kündigten Lothar Christ und Marco Schulze-Beckinghausen an, werde die Stadtverwaltung zu einem späteren Zeitpunkt öffentlich machen. thw



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