Sonntag, 5. September 2010
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09-07-10

Block K beim Boxenstopp

Was dem Auto seine Inspektion, ist für das Kraftwerk die Revision. Dazwischen tut‘s ein Boxenstopp.

Der Leiter Anlagenerhalt Hans Schmidt (l.) und Kraftwerksleiter Dr. Ralf Heitmüller inspizieren das „Innenleben“ eines Gebläses - mit demjetzigen „Pit Stop“ wird die Revision im kommenden Jahr vorbereitet. Foto: Thomas Wegener
Der Leiter Anlagenerhalt Hans Schmidt (l.) und Kraftwerksleiter Dr. Ralf Heitmüller inspizieren das „Innenleben“ eines Gebläses - mit demjetzigen „Pit Stop“ wird die Revision im kommenden Jahr vorbereitet. Foto: Thomas Wegener

stockum Um genau zu sein: „Pit Stop“ heißt der Boxenstopp im Wartungsplan der Kraftwerksblöcke, für die eine große Revision alle drei Jahre geplant ist. Derzeit nutzt das Gersteinwerk einen wegen verminderter Lastanforderung ohnedies bestehenden Stillstand für den „Pit Stop“ des Blocks K, der knapp zwei Wochen - noch bis zum 14. Juli - dauert. „Für die Instandhaltung kommt uns die Pause gar nicht ungelegen“, sagte Kraftwerksleiter Dr. Ralf Heitmüller, als er am Donnerstag gemeinsam mit dem Leiter Anlagenwartung Hans Schmidt die Maßnahmen erläuterte, die rund 3 Millionen Euro verschlingen. „Der ‚Pit Stop‘ dient letztlich der Vorbereitung der Revision, die für den Block K für das kommende Jahr geplant ist - so, dass wir im kommenden Jahr keine böse Überraschung erleben“, sagte Dr. Heitmüller. Vor allem geht es jetzt darum, den Zustand des Blocks und der Anlagen festzustellen, die Funktionsfähigkeit zu prüfen und gegebenenfalls rechtzeitig Ersatzteile zu bestellen. Für große Teile, bei denen die Lieferzeit zwei Jahre beträgt, sind die Bestellungen schon unterwegs.

Bereits während des „Boxenstopps“ werden zudem kleine Wartungs-, Reinigungs- und Reparaturarbeiten durchgeführt.

Die „normalen“ Wartungsarbeiten erklären aber den hohen finanziellen Aufwand nicht allein. Rund zwei der drei Millionen verschlingen Sondermaßnahmen wie etwa Schienenreparaturen am Schiffsentlader und der Wechsel von Verschleißteilen an zwei Kohlemühlen. Und wenn dann im kommenden Jahr die Revision in Angriff genommen wird, übersteigt das Investitionsvolumen ebenfalls den gewohnten Rahmen. Bei der Revision wird der Kraftwerksblock für den Einsatz von Importkohle umgebaut und für eine weitere Steigerung der Leistung und des Wirkungsgrades eingerichtet. Dann wird RWE 50 Millionen Euro in den Standort Stockum investieren. thw



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