Der Arbeitskreis „Kirche vor Ort“ hat jetzt vor dem Hintergrund der Fusionspläne eine Eingabe an das Bistum in Münster formuliert. Dabei galt es Interessen vor Ort zu berücksichtigen, zugleich aber Spielraum für die Gespräche mit dem Bistum zu haben.
Der Arbeitskreis „Kirche vor Ort“ der Pfarrgemeinde St. Benedikt Herbern hat jetzt die Eingabe für das Bistum Münster vor dem Hintergrund der dortigen Fusionspläne formuliert.
Mit abgewogenen Worten und knapp gehaltenem Text haben es sich die Verfasser nicht leicht gemacht. Schließlich galt es innerhalb des Arbeitskreises die Interessen von Kirchenvorstand, Pfarrgemeinderat und engagierten Mitgliedern der Kirchengemeinde gleichsam zu berücksichtigen und dennoch Spielraum für die Gespräche mit dem Bistum zu haben.
„Uns ist bewußt, dass in unserer Pfarrgemeinde Veränderungen stattfinden werden. Wir möchten in unserer Gemeinde die größtmögliche pastorale Eigenständigkeit behalten und bezweifeln, ob dieses mit dem vom Bistum vorgestellten Modell der Fusion zu realisieren ist“, schreibt die Gemeinde, die dem Bistum ihren Dank für die Gesprächsbereitschaft - ein Termin ist für den 11. April angesetzt - übermittelt.
Ergebnisoffen soll im offenen Dialog mit dem Bistum über mögliche künftige Strukturen gesprochen werden.
Darüber hinaus will die Gemeinde beim Bistum eine Unterschriftenliste übergeben. Regina Selhorst vom Kirchenvorstand und Reinhard Lohmann vom Pfarrgemeinderat freuen sich über die überwältigende Anzahl an Unterschriften, mit denen sich viele Herberner Bürger für die Forderungen des Arbeitskreises ausgesprochen haben. Beide unterstreichen deutlich, dass Herbern eine „Seelsorge mit Gesicht“ braucht. „Aus der Auslegung dieses Seelsorgebegriffes erwarten wir eine Leitung vor Ort“, bekräftigt Heinz Wesselmann, „wenn der ‚Gemeindebegriff‘ ernst gemeint ist, brauchen wir eine entsprechende personelle Ausstattung. Aus religionspädagogischen Gründen brauchen wir einen Pfarrer des Bistums in Herbern“.
Der Arbeitskreis möchte nun in den Dialog mit den Pfarrgemeinden St. Anna in Davensberg und St. Lambertus in Ascheberg eintreten, um gemeinsam die Positionen auszutauschen.