Die Kinder der Kita St. Sophia freuen sich auf das „Abenteuer Umzug“ - sie werden in der früheren Bezirksverwaltungsstelle eine provisorische Bleibe finden, während ihr Kindergarten erweitert und modernisiert wird. Fachdezernentin Elke Kappen, Kita-Leiterin Martina Stolpe, Wolfgang Bille vom Kirchenvorstand und Pfarrer Heiner Innig (v. l.) haben Hand in Hand gearbeitet, um eine gut vertretbare Interimslösung für die neunmonatige Umbauphase zu finden. Foto: Thomas Wegener
Im Kindergarten St. Sophia in Stockum rückt bald der „Bautrupp“ an - die Kinder werden derweil in der früheren Bezirksverwaltungsstelle ein vorübergehendes Zuhause finden. Schon in den kommenden Tagen beginnen in der Kita St. Sophia die Arbeiten zum Ausbau für die U 3-Betreuung. In dem Zuge wird das 1963 eingeweihte Gebäude auch modernisiert. „Die Kita hier arbeitet mit einem guten pädagogischen Konzept - allerdings reicht der Platz schon ohne U 3 kaum aus“, sagte Fachdezernentin Elke Kappen in der vergangenen Woche beim Ortstermin am Bodelschwinghhaus mit Pfarrer Heiner Innig, Wolfgang Bille vom Kirchenvorstand und Kindergarten-Leiterin Martina Stolte. Die Kosten von 685.000 Euro für die Erweiterung teilen sich das Land (264.000 Euro für die U 3-Betreuung) und die Kirchengemeinde (212.000 Euro); Bistum und Stadt steuern je 90.000 Euro bei. In neun Monaten sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.
Diese Zeit verbringen die 65 Kinder in der ehemaligen Bezirksverwaltungsstelle. „Rund 10.000 Euro müssen investiert werden, um die Räume für den Kindergartenbetrieb einzurichten und die Brandschutz-Auflagen zu erfüllen“, erläuterte Wolfgang Bille. Zwei Gruppenräume à 68 m² und ein Büro stehen hier zur Verfügung. Es ist das, was Elke Kappen ein „machbares Provisorium“ nannte: „Es ist halt eine Übergangslösung, da muss man Abstriche machen“, sagte die Jugendamtsleiterin - gleichwohl seien die Räume sehr gut geeignet.
Die Kinder freuen sich bereits spürbar auf das „Abenteuer Umzug“ - zumal sie bei der Gestaltung der Räume ihrer Fantasie freien Lauf lassen können.
Pfarrer Heiner Innig zollte der Zusammenarbeit zwischen Stadt und Kirchengemeinde, Bistum und Landesjugendamt ein großes Lob. „Hier haben alle Hand in Hand gearbeitet - und dies mit gutem Ergebnis“, sagte Pfarrer Innig. Dass die Stadt den vorübergehend „obdachlosen“ Kindern eine Unterkunft im Bodelschwinghhaus gebe, sei „eine wundervolle Geste“. thw