Fit für ImportkohleDonnerstag, 09. Juni 2011

Den Einbau eines neuen Induktors (vorn) bereiten hier die Männer an einem Genrator vor. Alles in allem investiert das Gersteinwerk für die Revison des Blocks K inklusive der Umrüstung auf Importkohle 62 Millionen Euro. Foto: Thomas Wegener

Die Revision eines Kraftwerksblocks gehört im Gersteinwerk bereits zur Routine - jetzt beim Block K indes sind tiefergreifende Maßnahmen notwendig. Hintergrund der aufwendigsten Revision am Block K seit 1984: mit dem Abschalten des Blocks wurde die letzte deutsche Steinkohle verfeuert. „Wir rüsten die Anlage nun für den ausschließlichen Einsatz von Importkohle um“, erläuterte Kraftwerksleiter Dr. Ralf Heitmüller. In diese Umrüstung allein investiert die RWE rund 20 Millionen Euro, was das Gesamtvolumen der Investition auf 62 Millionen Euro steigen lässt.
Die importierte Kohle, die vermischt verfeuert wird, kommt aus Kolunmbien, den USA und aus Russland. Diese Kohle ist zwar günstiger, hat zugleich aber auch einen geringeren Heizwert. „Der Durchsatz von rund 1,2 Millionen Tonnen jährlich wird sich um cirka 30 Prozent erhöhen“, sagte Dr. Heitmüller. Und das heißt unter anderem mehr Asche und  mehr Rauchgas. Wegen des höheren Aschegehaltes wird beispielsweise die Abwasseraufbereitung der Rauchentschwefelungsanlage erneuert.
„Darüber hinaus verbessern wir durch Retrofitmaßnahmen an der Dampfturbine die Effizienz“, erläutert Dr. Heitmüller. Das Retrofit sorgt für eine Leistungssteigerung um 7,5 Megawatt, was der Leistung von fünf Windrädern entspricht. Eine neue, fünf Millionen teure  Leittechnik macht den Block künftig flexibler. „Damit können wir besser auf die schwankende Einspeisung der erneuerbaren Energien reagieren“, sagte der Kraftwerksleiter.
64 Tage, noch bis Mitte Juli werden die Revisionsarbeiten dauern. Vom 15. bis zum 19. Juli wird Block K wieder ans Netz gehen.
Bis zu 1.300 Mitarbeiter aus Partnerfirmen - 73 an der Zahl, von denen 23 aus dem engeren Umkreis, 52 aus NRW kommen -  sind im Rahmen der Revision am Gersteinwerk beschäftigt - für sie wurde ein eigenes Containerdorf aufgebaut. Ein besonderes, und strenges Augenmerk hat das Gersteinwerk auf die Arbeitssicherheit gelegt. Jeder der Mitarbeiter auss den partnerfirmen hat eine umfangreiche Sicherheitsbelehrung hinter sich.
Mit der jetzigen Revision des Blocks K hat das Gersteinwerk in den vergangenen Jahren 450 Millionen Euro in den Standort Stockum investiert. thw

Fügen Sie diesen Artikel zu den folgenden Social-Bookmarking-Diensten hinzu:
Delicious Facebook Twitter Google Kledy LinkArena Mister Wong MySpace OneView StudiVZ Webnews Yahoo Yigg
Beitrag von: WaS
Zurück

Einen Kommentar schreiben



Bitte geben Sie die Buchstabenreihe im unteren Bild in das Textfeld über dem Absenden-Button ein.





Es sind noch keine Leserkommentare vorhanden, warum schreiben Sie nicht den ersten?